Tauchen? Das war für mich lange Zeit überhaupt kein Thema.
Als ich noch in Deutschland lebte, hatte ich eigentlich keine besondere Vorstellung davon, was sich unter der Wasseroberfläche überhaupt verbirgt. Ich wusste natürlich, dass es Korallenriffe und Fische gibt, aber ich hatte noch nie selbst erlebt, wie eine solche Unterwasserwelt aussieht.
Dazu kam noch etwas anderes: Ich dachte immer, Tauchen sei ein ziemlich teures Hobby. Und da ich gerade mit dem Segeln angefangen hatte, war für mich eigentlich klar: Ein teures Hobby reicht. Zwei davon müssen es nun wirklich nicht sein.
Am Ende kam es natürlich anders. Vielleicht habe ich deshalb heute “kein Geld” mehr.
Vom Segeln zum Schnorcheln
Mein erster richtiger Kontakt mit der Unterwasserwelt kam während eines zweiwöchigen Segelurlaubs in Kuba.
Wir segelten von einer kleinen Insel zur nächsten und fanden eigentlich überall wunderschöne Stellen zum Schnorcheln. Plötzlich gab es unter der Wasseroberfläche viel mehr zu entdecken, als ich mir vorher vorgestellt hatte.
Ich begann, das Schnorcheln richtig zu genießen.
Nur mit den Barrakudas war ich damals noch nicht ganz so entspannt.
Ich wusste noch nicht besonders viel über das Verhalten der Tiere und wenn so ein Barrakuda mit seinem langen Körper und den beeindruckenden Zähnen auf einen zuschwimmt, sieht das aus der Perspektive eines unerfahrenen Schnorchlers nicht unbedingt freundlich aus. Ich hatte nur kennen gelernt, dass die gar nicht schlecht schmecken.
Trotzdem war Kuba der Anfang. Mein Segelabenteuer begann dort – und irgendwie kam das Schnorcheln gleich mit dazu.
Dann kam Curaçao – und plötzlich war Tauchen interessant
Einige Zeit später stand eine Reise nach Curaçao an.
Damals ging es zunächst gar nicht darum, Taucher zu werden. Wir wollten die Insel kennenlernen und herausfinden, ob Curaçao vielleicht ein geeigneter Ort zum Auswandern wäre.
Bei meinen ersten Recherchen stellte ich allerdings schnell fest: Rund um Curaçao gibt es jede Menge Riffe.
Damit war das Thema Tauchen plötzlich auf dem Tisch.
Ich bekam die Möglichkeit, bei einer Tauchschule in Deutschland einmal im Schwimmbad auszuprobieren, wie sich Tauchen überhaupt anfühlt. Wenn es mir gefiel, konnte ich dort auch gleich meinen Tauchschein machen.
Die erste Stunde war allerdings – sagen wir mal – nicht gerade spektakulär.
Ein Kachelbecken ist nun einmal kein karibisches Korallenriff. Es gab keine bunten Fische, keine Korallen und keine Unterwasserlandschaft zu entdecken. Stattdessen gab es jede Menge neue Dinge zu lernen und zu beachten.
So richtig begeistert war ich nach diesem ersten Versuch noch nicht.
Trotzdem entschied ich mich, den Tauchschein zu machen.
Schließlich sollte es bald nach Curaçao gehen. Und wenn ich schon einmal dort war, wollte ich schließlich auch herausfinden, wie Tauchen in der Karibik wirklich ist.
Der Baggersee machte es nicht gerade besser
Innerhalb weniger Tage war der Tauchschein geschafft.
Die vorgeschriebenen Tauchgänge im Baggersee waren allerdings ebenfalls alles andere als ein besonderes Erlebnis.
Kaltes Wasser. Wenig Sicht. Keine Korallen. Keine bunten Fische.
Das eigentliche Erlebnis bestand eher darin, unter Wasser zu atmen und zu merken, dass man tatsächlich unter Wasser schweben kann.
Ich hatte also meinen Tauchschein – aber immer noch nicht wirklich verstanden, was daran so faszinierend sein sollte.
Das sollte sich bald ändern.
Mein erster Tauchgang auf Curaçao
Im Oktober 2010 ging es schließlich nach Curaçao.
Nach der Ankunft erkundeten wir zunächst einige Strände. Einer davon war Porto Mari. Dort gibt es auch eine Tauchbasis und irgendwann beschlossen wir, einfach einmal Tauchausrüstung auszuleihen und einen Tauchgang zu machen.
Das Riff dort ist relativ einfach zugänglich und man kann bereits in flachen Bereichen einiges entdecken. Die Tauchlehrer waren zu diesem Zeitpunkt allerdings komplett ausgebucht.
Also machten wir etwas, das für uns damals durchaus ein kleiner Schritt war: Wir gingen ohne Tauchlehrer ins Wasser.
Unser erster Tauchgang im karibischen Meer.
Und plötzlich machte sich der ganze Aufwand für den Tauchschein bezahlt.
Das war eine völlig andere Welt als im deutschen Schwimmbad oder im Baggersee.
Jetzt gab es tatsächlich ein Riff. Fische. Farben. Leben. Und eine Unterwasserlandschaft, die ich nicht nur aus Bildern kannte.
Wir machten noch einige weitere Tauchgänge, aber irgendwann war der Urlaub vorbei und es ging wieder zurück nach Deutschland.
Doch das Thema Tauchen war geblieben.
Vom Urlaubstaucher zum Tauchen im Alltag
Im Juli 2011 zogen wir schließlich nach Curaçao.
Damit änderte sich auch das Tauchen.
Wir kauften unsere eigene Ausrüstung und einige Monate später auch eigene Tauchflaschen und Blei. Damit waren wir beim Tauchen weitgehend unabhängig.
Und das war für mich eine wichtige Erkenntnis: Tauchen musste gar nicht das teure Hobby sein, für das ich es ursprünglich gehalten hatte.
Gerade auf Curaçao ist das Tauchen vergleichsweise unkompliziert, weil man sehr viele Tauchplätze vom Ufer aus erreichen kann. Man braucht also nicht für jeden Tauchgang ein Tauchboot und eine organisierte Tour.
Mit eigener Ausrüstung konnten wir einfach unsere Sachen ins Auto packen, zu einem Tauchplatz fahren und ins Wasser gehen.
Und genau das machten wir.
Wir erkundeten immer mehr Teile der Küste und gingen schließlich fast überall dort tauchen, wo es möglich war.
Aus dem gelegentlichen Urlaubstaucher war irgendwann jemand geworden, für den Tauchen ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte.
Nach ungefähr 500 Tauchgängen fühlten sich die Riffe rund um Curaçao für mich fast wie ein zweites Wohnzimmer an.
Und was ist eigentlich mit den Barrakudas?
Mit der Zeit lernte ich nicht nur die verschiedenen Tauchplätze kennen, sondern auch das Verhalten der Tiere.
Und irgendwann verstand ich auch die Barrakudas besser.
Die Tiere, die mir beim Schnorcheln in Kuba noch etwas Angst gemacht hatten, waren plötzlich gar nicht mehr so unheimlich.
Im Gegenteil: Sie sind häufig ausgesprochen neugierig.
Wenn man in ihr Revier kommt, kann es durchaus passieren, dass sie einen eine ganze Weile begleiten. Manchmal kommen sie dabei erstaunlich nah.
Für mich fühlte es sich irgendwann fast so an, als würde ein Barrakuda einfach einmal nachsehen wollen, wer da plötzlich durch sein Wohnzimmer schwimmt – ganz ohne vorher anzuklopfen oder sich anzumelden.
Negative Erfahrungen hatte ich mit ihnen jedenfalls nie.
Und wenn man ihr Revier wieder verlässt, drehen sie irgendwann um und schwimmen zurück.
Habe ich es bereut, den Tauchschein gemacht zu haben?
Ganz eindeutig: niemals.
Wenn ich an meinen ersten Tauchversuch im Schwimmbad zurückdenke, hätte ich damals wahrscheinlich nicht gedacht, dass daraus einmal rund 500 Tauchgänge werden würden.
Der Tauchschein selbst war für mich zunächst eher Mittel zum Zweck. Das Schwimmbad war langweilig, der Baggersee war kalt und trüb – und von der faszinierenden Unterwasserwelt, die ich später kennenlernen sollte, war dort nicht viel zu sehen.
Erst Curaçao hat mir gezeigt, was Tauchen für mich eigentlich bedeutet.
Und irgendwann beschränkte sich das nicht mehr nur auf meine eigenen Tauchgänge.
Wenn aus Urlaubern plötzlich Taucher werden
Durch die vielen Jahre auf Curaçao lernte ich natürlich auch jede Menge Urlauber kennen.
Hin und wieder waren Gäste dabei, die Tauchen eigentlich interessant fanden, sich aber nicht so recht trauten.
Ich war und bin kein Tauchlehrer und habe auch keine Tauchschüler ausgebildet.
Aber ich konnte aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal unter Wasser zu atmen.
Wenn jemand etwas ängstlich war, gingen wir manchmal einfach gemeinsam an den Strand und setzten uns im flachen Wasser auf den Grund. Tauchmaske auf, Atemregler in den Mund – und erst einmal ganz in Ruhe ausprobieren, wie sich das Atmen unter Wasser anfühlt.
Ohne Druck.
Einfach ein Gefühl für dieses ungewohnte Element bekommen.
Einige dieser Urlauber entschieden sich anschließend tatsächlich dafür, während ihres Curaçao-Urlaubs einen offiziellen Tauchkurs bei einem Tauchlehrer zu machen.
Und manche davon wurden später selbst zu begeisterten Tauchern.
Das fand ich immer besonders schön.
Denn genau genommen hatte ich selbst einmal genauso angefangen: mit Neugier, ein bisschen Respekt und der Frage, ob mir das Ganze überhaupt gefallen würde.
Vielleicht geht es dir gerade genauso
Vielleicht bist du gerade in einer ähnlichen Situation.
Du planst einen Urlaub auf Curacao oder bist gerade in Curacao und möchtest Tauchen einmal ausprobieren, weißt aber noch nicht, ob du dich unter Wasser wirklich wohlfühlen wirst.
Dann musst du nicht gleich ein erfahrener Taucher sein. Auf Curaçao gibt es Tauchlehrer, die Anfänger Schritt für Schritt an das Tauchen heranführen und dir zeigen können, wie sich die Unterwasserwelt tatsächlich anfühlt.
Wenn du dagegen bereits tauchst und wissen möchtest, welche Möglichkeiten Curaçao für Taucher bietet, findest du auf meiner [Tauchen-auf-Curaçao-Seite] weitere Informationen zu Tauchplätzen, Ausrüstung und den verschiedenen Möglichkeiten rund um die Insel.
Und falls du gerade deinen gesamten Curaçao-Urlaub planst, kann ich dir ebenfalls helfen.
Du sagst mir einfach, wann du nach Curaçao kommst, mit wem du unterwegs bist und was du während deines Urlaubs erleben möchtest. Ich suche passende Unterkünfte, Mietwagen, Tauchmöglichkeiten und weitere Aktivitäten heraus und stelle dir daraus eine individuelle Empfehlung zusammen – kostenlos und unverbindlich.
Selbst wenn du noch nicht soweit bist mit dem Tauchen auf Curaçao, kannst du die Unterwasserwelt natürlich auch wunderbar beim Schnorcheln entdecken.
Hier unten findest du noch ein kurzes Video, das ich selbst aufgenommen habe und das dir vielleicht schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf die Unterwasserwelt von Curaçao gibt.
Im Video entdeckst du sogar einen alten Bekannten aus meiner Geschichte.














